Swiss Alpine Museum

networking conference

Once a year, the ALPS organises a “networking conference” at various venues on a rotating basis, with the aim of promoting the ongoing discussion about content, ideas, and current projects. The participants come together to explore the relationship between people and mountains in all its various facets.

This 2025 conference took place on Wednesday, July 2, in Altdorf and was organized in collaboration with the Uri Institute Cultures of the Alps. It was held under the theme "Klang/Sounds/Noise – What does the mountain sound like?". From musical traditions to acoustic challenges such as traffic noise, and innovative concepts in art and science – we explored the many facets of this topic together and provided a unique, nationwide space for exchange.

Registration for the 2025 Network Conference
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Programm Netzwerktreffen
Menschen und Berge

Projekte

Selbstgebautes Radio auf Holzkiste

«tschlfikk» Klingende Kulturgeschichte im Schanfigg

Zwischen 2024 und 2026 entsteht im Schanfigg ein begehbares Klangarchiv: In rund 15 Dörfern machen ortsspezifische Klanginstallationen Aspekte der lokalen Kulturgeschichte hör- und erfahrbar – vom Jukebox-Après-Ski bei den Sportbahnen Hochwang über ein Posthorn von 1831 in Peist bis zu Klängen aus Handwerk, Sprache und Populärkultur. Carla Gabrí stellt Konzept und Entwicklung des Projekts vor, das im Dialog mit der Bevölkerung entstand und Teil einer kulturtouristischen Strategie ist. Sie skizziert zudem, wie sinnliche Vermittlungsformen neue Perspektiven für alpine Räume eröffnen können.

Foto: Tomm Gadient

Eine Gruppe Menschen spielt auf einem Dorfplatz Musik, mit Zuschauenden

musica in cumün

Tschlin im Unterengadin hat eine reiche und lebendige Musiktradition. Nun soll das Dorf mithilfe des Vereins «musica in cumün» gezielt als Musikdorf weiterentwickelt werden. Mit Konzerten, Kursen und Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Dorf und in der grenzüberschreitenden Region wird musikalisches Leben hör- und erlebbar gemacht. Stefan Forster (ZHAW Wergenstein), einer der Initiatoren und Vorstandsmitglieder des Vereins, stellt das Projekt vor, das kulturelles Erbe mit nachhaltiger Dorfentwicklung und kulturnahem Tourismus verbindet.

Schwarzweissbild eines Helikopters, der eine Kuh transportiert

Sons alpins contemporains

Les montagnes résonnent, changent et racontent. Dans sa keynote, Nelly Valsangiacomo explore comment le son devient un outil pour comprendre les transformations écologiques, sociales et culturelles des territoires alpins – entre recherche, mémoire et pratiques sensibles.

Photo: Philip Schmid, Médiathèque du Valais Martigny

Mann in Tracht jodelt vor Bergkulisse

Das Roothuus Gonten als Klangverstärker

Das Roothuus Gonten sammelt, erforscht und vermittelt das reiche volksmusikalische Erbe des Appenzellerlands und des Toggenburgs. Es bewahrt Noten, Instrumente und Tonaufnahmen, betreibt historische und feldforschende Studien und macht Klangtraditionen wie das Alpfahren oder den Alten Silvester für heutige Bedürfnisse lebendig. Dr. Marc-Antoine Camp, Musikwissenschaftler, Musikethnologe und Stiftungsrat, stellt das Roothuus Gonten als klangvollen Gegenentwurf zu stummen Postkartenklischees vor.

Erhard Loretan steht auf dem Gipfel des Manaslu

Un nouvel écho dans les Alpes

Dans sa présentation, Philippe Vonnard explore deux cas d’opposition à l’usage de l’hélicoptère de loisir dans les Alpes (Chamonix et Verbier). Il s’intéresse particulièrement à la manière dont ces engins ont transformé l’environnement sonore alpin – par la violence des bruits de rotor amplifiés par l’écho – et comment ces sons ont suscité résistance et débats dès les années 1960. Une plongée dans les conflits entre silence montagnard et bruit technologique.

Volksmusik als Klang der Berge?

Im Forschungsprojekt «Claiming Folklore» untersucht Patricia Jäggi, wie Volksmusik in den Fernsehsendungen der SRG von den 1960er bis 1990er Jahren medial inszeniert wurde. Im Zentrum steht die «Alpinisierung» von Klang und Bild: Durch gezielte Ton-Bild-Montagen wurden alpine Landschaften und Lebensweisen mit traditionellen Klängen verknüpft – eine ästhetische Strategie mit gesellschafts- und identitätspolitischer Wirkung.